Am 04.07.2026, um 22:37 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Frohnleiten gem.
Alarmstichwort „B09W – Waldbrand“ zu einem gemeldeten Flammenschein im Bereich
Laas alarmiert. Eine aufmerksame Bürgerin konnte dies aus dem Ortsteil Schrems
beobachten und alarmierte die Einsatzkräfte. Glücklicherweise waren aufgrund des
hochpriorisierten Alarmstichwortes bereits mehrere Feuerwehren (Frohnleiten,
Röthelstein, Stiwoll, Tulwitz, Übelbach-Markt, AFÜST 01, Drohne, ELF Graz-Umgebung, WLF
Deutschfeistritz, WTF Semriach) alarmiert, denn Einsatzleiter HBI Frauwallner konnte noch
bei Anfahrt ein Feuer auf einer Deponie an der angegebenen Örtlichkeit bestätigen.
Umgehend wurde die Lage erkundet und festgestellt, dass augenscheinlich mehrere
hundert Quadratmeter geschredderter Abfall/Wertstoff in Flammen standen. Die
ersteintreffenden wasserführenden Fahrzeuge begannen mit dem Löschangriff, welche im
Anschluss durch das WTF Semriach sowie dem WLF Deutschfeistritz versorgt wurden. Die
durch den Brand entstandene Rauch-, Staub- und Geruchsbildung erschwerte den Einsatz
erheblich und forderte direkt an der Einsatzstelle die Benützung schweren bzw. leichten
Atemschutzes, was in weiterer Folge zu einer anspruchsvollen logistischen Aufgabe wurde.
Neben einer Erhöhung des Alarmstichwortes auf „B15 – Industriebrand“ wurden im Laufe
des Einsatzes auch einzeln weitere Feuerwehren alarmiert, wodurch mehrere
Spezialfahrzeuge des BFV Graz-Umgebung, wie z.B. die TMB 45 Unterpremstätten zur
Brandbekämpfung sowie das WLF Feldkirchen b. Graz für den Wassertransport, zur
Einsatzörtlichkeit beordert wurden. Näheres siehe Bereich „Im Einsatz gestandene
Einsatzkräfte“.
In den Morgenstunden des 05.07.2026 wurden dann erneut weitere Spezialfahrzeuge zur
Wasserversorgung sowie zur Brandbekämpfung, darunter das LUF der BF Graz sowie das
LUF der FF Mooskirchen, nachalarmiert. Die Problematik lag darin, dass der Brand
oberflächlich augenscheinlich als gelöscht galt, tiefer in den Abfallmassen jedoch durch die
Drohne zahlreiche Glutnester vorgefunden werden konnten. Im Laufe des Sonntag
vormittags wurde dann begonnen, das Brandgut mittels Bagger und Radlader zu verteilen,
um das Brandgut in weiterer Folge abzulöschen, was einen großen Arbeits- und
Zeitaufwand mit sich brachte. Selbstverständlich wurden aufgrund der Einsatzdauer und
der einhergehenden körperlichen Belastung immer wieder die Kamerad:innen sowie
Fahrzeuge durch neue Kräfte abgelöst. Acht Kameraden mussten nach Verdacht auf
Rauchgasvergiftung im Krankenhaus ambulant behandelt werden.
Während einige Großtankfahrzeuge durch Tragkraftspritzen an der Mur im Ortsgebiet von
Frohnleiten mit Löschwasser versorgt wurden, wurde am Sonntag Nachmittag eine
Pumpenstrecke aus dem Tyrnauer Bach zur Brandstelle als Wasserbezug hergestellt. Die
Löscharbeiten der zahlreichen Glutnester dauerten auch den ganzen Montag, 06.07.2026,
an, bis schlussendlich am 07.07.2026, um 05:45 Uhr, das vorläufige „Brand aus“ gegeben
werden konnte.
Am Mittwoch, 08.07.2026, um 10:29 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Frohnleiten
erneut auf die Deponie zu Nachlöscharbeiten alarmiert, welche jedoch schnell
abgeschlossen werden konnten.
Die Freiwillige Feuerwehr Frohnleiten bedankt sich bei allen eingesetzten Feuerwehren
sowie Einsatzorganisationen für die professionelle Hilfe und Zusammenarbeit. Des
Weiteren bedanken wir uns bei der Fleischerei Weinberger sowie den Lebensmittelmärkten
ADEG und SPAR Frohnleiten für die perfekte Versorgung am Einsatzwochenende.
Natürlich bedarf es nach einem Großeinsatz dieser Art auch einer großen
Nachbereitungsarbeit. So wurde die gesamte Woche durch die Kamerad:innen Material
sortiert und alle Fahrzeuge und Geräte gründlichst gereinigt, gewartet und desinfiziert.
Im Einsatz gestandene Einsatzkräfte:
LFR Gernot Rieger (BFVKDT GU)
ABI Andreas Reiter (AFKDT A01)
Bürgermeister Mag. Johannes Wagner (Stadtgemeinde Frohnleiten)
Betriebsleitung, Mitarbeiter Deponie
Chemiealarmdienst Land Steiermark
Rotes Kreuz Graz-Umgebung (mehrere RTWs, KDO GU)
Polizei (FuStw, Bezirksbrandermittler)
Baggerunternehmen
ELF Graz-Umgebung
ELF Deutschlandsberg
ELF Bruck/Mur
Abschnittsführungsstab AFÜST 01
TMB 45 Unterpremstätten
LUF BF Graz
LUF FF Mooskirchen
WLF Feldkirchen b. Graz
WLF Gössendorf
WLF St. Kathrein am Offenegg
WLF Eisbach-Rein
WTF Semriach
ATS-Kompressor Steinberg-Rohrbach
Sprinkleranlage FF Kapfenberg
FF Frohnleiten
FF Tulwitz
FF Übelbach-Markt
FF Deutschfeistritz
FF Friesach-Wörth
BtF MM Karton
FF Kleinstübing
FF Neuhof
FF Großstübing
FF Haselbach
FF Rinnegg
FF Stattegg
FF St. Pankratzen-Gschnaidt
FF Gratwein
FF Plenzengreith
FF Röthelstein
FF Eggersdorf b. Graz







