Atemschutzwart: LM d.F. Erwin Pabst

 

Allgemeines

Die Notwendigkeit des Schutzes vor gefährlichen Stoffen begleitet die Feuerwehr in ihrer gesamten bisherigen Entwicklung. Zunächst galt es, sich vor den bei Bränden entstehend Atemgiften zu schützen. Dazu reichten bis zum Mittelalter feuchte Tücher die vor Mund und Nase gelegt wurden. Mit Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert mußte die Atemschutztechnik vor immer gefährlicheren und immer stärkeren Konzentrationen der Atemgifte schützen. Die ersten Feuerwehren benötigten immer wirkungsvolleren Schutz. Es wurden Atemschutzgeräte entwickelt die den heute noch benutzten Schlauchgeräten entsprachen. Ende des 19. Jahrhundert wurden die ersten Atemmasken und Filter von den Feuerwehren eingesetzt. 1920 kamen in den Feuerwehren die ersten Regenerationsgeräte zum Einsatz. Erstmalig konnten Feuerwehrleute ihre Atmung von der Umluft unabhängig schützen ohne durch Schläuche in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt zu sein. Seit 1950 stehen den Feuerwehren Preßluftatmern zur Verfügung, die in etwas abgewandelter Form bis heute noch in Verwendung sind.
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadtgemeinde Frohnleiten ist seit langen Jahre mit schweren Atemschutz ausgerüstet. Der Atemschutz ist für die Feuerwehr zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Er schützt den Feuerwehrmann vor den gefährlichen Atemgiften.

 

 

Atemschutzgeräte bisher

Das erste Atemschutzgerät der FF-Frohnleiten wurde im Jahre 1960 in den Dienst gestellt und war bis 1990 in Betrieb. Mit diesem auf Abb.1 gezeigen Gerät war es auch möglich zu tauchen.

 

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Abb. 1 Atemschutzgerät AGA                                                   Abb. 2 Erste Atemschutzmaske

 

Ab dem Jahre 1975 wurden Atemschutzgeräte der Marke Dräger PA58 (Abb. 3) verwendet. Diese Geräte waren bis in das Jahr 1997 in Betrieb und wurden danach durch Atemschutzgeräte der Marke Interspiro "Spiromatic 90" ersetzt.

 

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Abb. 3 Atemschutzgerät PA58                                  Abb. 4 Atemschutzgerät PA 80
 

Vom Jahre 1992 bis 1997 hatte die Feuerwehr Frohnleiten noch 3 Atemschutzgeräte der Marke Dräger PA80 (Abb. 4) im Einsatz. Diese Geräte wurden 1997 ausgemustert, da der Stand der Atemschutzgeräte von 12 auf 9 Stück reduziert wurde.

 

 

Atemschutzgeräte aktuell

Aktuell besitzt die Feuerwehr Frohnleiten 9 Atemschutzgeräte der Marke Interspiro Spiromatic 90. Diese Geräte sind in den Fahrzeugen TLF-A, RLF-A und KLF-A aufgepackt.

 

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Abb. 5 Atemschutzgerät im TLF-A

 

In den Fahrzeugen RLF-A und KLF-A sind die Geräte im Mannschaftsraum montiert. Hier besteht die Möglichkeit die Atemschutzgeräte bei der Anfahrt zum Einsatzort aufzunehmen. Das heißt, ist das Fahrzeug am Einsatzort muß die Halterung nur mehr entriegelt werden und der Atemschutzgeräteträger kann sofort in den Einsatz gehen.

 

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Abb. 6 ASG montiert im Mannschaftsraum RLF-A      Abb. 7 ASG montiert im Mannschaftsraum KLF-A

 

Da sich im Einsatzgebiet der FF-Frohnleiten mehrere Objekte befinden, wo der Luftvorrat mit einem normalen Atemschutzgerät nicht mehr ausreicht, wurden im Jahre 1998 und 2003 6 Atemschutzgeräte mit 6,8 Liter 300 Bar Leichtflaschen ausgerüstet.
Mit diesen Geräten, aufgebaut als Doppelflaschengerät hat man nun mehr als die doppelte Luftmenge zur Verfügung und erreicht ein Einsatzzeit von 60 Minuten.

 

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Abb. 8 Als Doppelflasche, Übung in einem Tunnel      Abb. 9 Als Monoflaschen, bei einem Brandeinsatz

 

 

Für den Einsatz muß der Atemschutztrupp richtig ausgerüstet sein

 

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Zu dieser Ausrüstung gehören:

  • Schutzjacke und Schutzhose
  • Einsatzstiefel
  • Handschuhe
  • Feuerwehrgurt
  • Helm
  • Helmlampe, Handlampe
  • Atemschutzgerät mit Atemschutzmaske
  • Funkgerät
  • Wärmebildkamera
     

 

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Abb. 11 Wärmebildkamera

 

 

Pflege und Instandhaltung

Atemschutzgeräte müssen pfleglich behandelt, sorgfältig gewartet und regelmäßig geprüft werden. Jede mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuwehr muß einen Atemschutzwart bestellen.

 

Der Atemschutzwart hat die Pflege und Wartungsarbeiten nach Herstellervorschrift durchzuführen. Alle durchgeführten Arbeiten werden in einem Karteiblatt festgehalten. Für die Kontrolle der Atemschutzmasken besitzt die Feuerwehr einen Prüfkoffer. Diese Prüfeinrichtung wird verwendet nachdem die Masken und Lungenautomaten gereinigt oder desinfiziert wurden.

 

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Abb. 12 Prüfkoffer

 

 

Übungen

Um für die Atemschutzeinsätze gerüstet zu sein werden von uns regelmäßige Übungen abgehalten. Es ist auch die Pflicht eines jeden Atemschutzgeräteträgers mindestens an einer Übung im Jahr teil zu nehmen um als aktiver Atemschutzgeräteträger im Dienste der Feuerwehr zu stehen.


Für realitätsnahe Übungen besitzt die Feuerwehr einen Nebelgenerator. Mit Hilfe dieses Gerätes hat die Feuerwehr die Möglichkeit eine Brand zu simulieren.

 

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Abb. 13 Nebelgerät

 

Ein Meilenstein in der Übungsgeschichte der Feuerwehr Frohnleiten wurde im Rahmen der Abschnitts- und Sanitätsübung im Herbst 2002 gesetzt. Hier wurde zum ersten mal unter realistischen Bedingungen geübt. Das heißt in einem Raum wurde ein Feuer gelegt und die Atemschutzgeräteträger hatten die Aufgabe den Raum auf vermisste Personen zu durchsuchen und das Feuer zu löschen.

 

 

Berichte von Atemschutzübungen

 

Datum

Übung

28.03.2001

Verkehrsunfall in einem Tunnel auf der A9

22.09.2001

Abschnitts-Atemschutz und Sanitätsübung in Tulwitz

20.04.2002

Abschnitts-Atemsschutz und Sanitätsübung in Friesach

14.09.2002

Abschnitts-Atemsschutz und Sanitätsübung

10.11.2003

Übung Brandcontainer in Raaba

 

Tabelle 1. Übungen

 

 

Gerätschaften

 

Anzahl

Gerätebezeichnung

9

Atemschutzgeräte der Marke Interspiro Spiromatic 90

18

Atemschutzflaschen 4 Liter / Stahl 200 bar

12

Atemschutzflaschen 6,8 Liter / Kunststoff 300 bar

28

Atemschutzmasken

1

Nebelgerät

1

Prüfkoffer zur Prüfung von Atemschutzmasken und Lungenautomaten

1

Kompressor, eingebaut im Wasserdienstfahrzeug

 

Tabelle 2. Geräte

 

 

Betriebsanleitungen

 

Betriebsanleitung der Außenüberwachung (Solinger-Atemschutztafel)

 

 

 

 

 

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